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Meinungsfreiheit

 

 

Ich habe mich ja gestern schon auf twitter aufgeraged. Was war passiert? Die EMMA hatte einen Artikel über uns geschrieben. Teile des Artikels waren schlecht recherchiert, andere teilweise falsch. Und es gab gute kritische Beiträge zu dem Thema, z. B. von Müslikind. Bis gestern jemand auf die glorreiche Idee kam, ein Foto einer jungen Frau ins Netz zu stellen, die besagte EMMA-Ausgabe verbrennt. Ob es sich bei der jungen Frau, um ein Mitglied der Piraten handelt, weiß ich nicht zu sagen, da ich natürlich nicht alle 20.000 Piraten persönlich kenne. Nach heftigster Kritik wurde das Bild dann durch ein anderes ersetzt, bei dem die Emma auf dem Klo zerrissen wird.

Es ist eine Frage des souveränen Umgang mit anderen, auch abweichenden Meinungen. Es ist nicht das erste Mal, daß schlecht recherchierte Artikel über uns geschrieben wurden. Und es wird auch nicht das letzte Mal sein. Was mich eher erschreckte, waren vereinzelte Posts auf twitter, die derartigen Umgang mit anderen Meinungen mit Verweisen auf die Löschbarkeit von Dateien zu relativieren versuchten. Vor allem in Deutschland ist eine Aktion, wie diese im Rahmen der geschichtlichen Ereignisse nicht nur unpassend, geschmacklos und unsouverän, sondern sie zeigt auch, daß einige das Zitat “Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.” weder gehört, noch verstanden haben.

Auch Entschuldigungen, wie “ist doch nur ne Zeitung”, die gibt es doch im Netz, brachten mich kurzzeitig fast dazu in meine Tischkante zu beißen. Das Verbrennen von Zeitungen, Büchern, Fahnen, Autos oder was man sonst noch so verbrennen kann, gehört für mich nicht zur Auseinandersetzung in einer demokratischen Gesellschaft. Leider bringen uns Hirnverbrennungen, wie diese in die Presse. Ich persönlich würde lieber etwas zu unserer Politik in der Zeitung lesen, aber die Hoffnung habe ich für dieses Jahr erstmal aufgegeben. Und gewöhnt euch dran, die Presse wird weiterhin schlecht recherchierte Beiträge über uns verfassen, lernt damit umzugehen.

 

edit: typo

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